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🌲Tuttlingen➝ Hungerkreuz➝ Doline

Bildtitel: die junge Donau bei Tuttlingen

Die junge Donau

Entdecke abwechslungsreiche Natur bei Tuttlingen: junge Donau, historisches Flurkreuz, markante Karstformen und kunstvolle Holzskulpturen am Wegesrand.
Wir beginnen unsere Wanderung am Bahnhof in Tuttlingen und gehen zunächst zur Donau. Über die überdachte Sängerbrücke wechseln wir ans andere Ufer und folgen dem Flusslauf bis zur Brücke D' Groß Bruck. Schon hier wirkt die junge Donau erstaunlich breit, während sie durch das Tal am Rand der Schwäbischen Alb fließt. Wir genießen den Blick auf das Wasser und die Uferlandschaft, bevor wir uns allmählich vom Fluss entfernen. Unser Weg führt nun vom Talgrund hinauf in eine ruhigere Umgebung, in der Wald und offene Flächen das Landschaftsbild bestimmen.

Bildtitel: Wegkreuzung am Hungerkreuz

Am Hungerkreuz

Auf unserem weiteren Weg erreichen wir das Hungerkreuz oberhalb von Tuttlingen. Sein ungewöhnlicher Name regt zum Nachdenken an: Möglicherweise geht er auf eine Zeit zurück, in der Missernten und Hungersnöte die Menschen der Region schwer belasteten. Vielleicht wurde das Kreuz als Zeichen der Hoffnung oder aus Dankbarkeit für das Ende einer Notzeit errichtet. Belegen lässt sich diese Vermutung bislang nicht. Mit seinen Aussichtsbänken wirkt das Kreuz am Eichbühl wie eine Erinnerung an die schwierigen Lebensbedingungen früherer Generationen.

Bildtitel: Holzhauers Büchele

Holzhauers Büchele

Wir wandern weiter zum Holzhauers Büchele, einem markanten Punkt in der Landschaft oberhalb von Tuttlingen. Schon der Name weckt Assoziationen an die frühere Waldarbeit: "Holzhauer" nannte man Menschen, die Bäume fällten und Holz gewannen, während "Büchele" im schwäbischen Sprachgebrauch auf eine Buche oder einen kleinen Buchenbestand hindeuten kann. Ob der Flurname tatsächlich auf eine frühere Holzschlagstelle zurückgeht, ist nicht überliefert. Rund um die Buche laden mehrere aufgestellte Bänke zu einer Rast ein. Eine davon fällt besonders ins Auge: Sie ist kunstvoll geschnitzt und stellt ein Krokodil dar.

Bildtitel: Doline Kesselgrube auf dem Kapf

Die Doline Kesselgrube

Am Kapf entdecken wir die Kesselgrube, eine beeindruckend große Doline. Mit einem Durchmesser von 22 Metern und einer Tiefe von 8 Metern ist diese trichterförmige Vertiefung im Gelände ein eindrucksvolles Zeugnis der geologischen Entwicklung. Eine Infotafel erläutert, wie solche Karstformen entstehen: Wasser löst über lange Zeit den Kalkstein im Untergrund auf und schafft Hohlräume. Wenn diese einstürzen, kann sich an der Oberfläche eine Doline bilden. Am Rand der Kesselgrube wird deutlich, welche Dimensionen solche natürlichen Vorgänge annehmen können.

Bildtitel: Waldpfad hinab ins Tal

Auf dem Waldpfad hinab ins Tal

Nach unserem Abstecher zur Doline wandern wir am Rußbergparkplatz vorbei. Nach etwa 1.500 Metern erreichen wir den Abstieg ins Tal. Statt auf breiten Forstwegen führt uns nun ein schmaler Zickzackpfad steil bergab durch den Wald. Wurzeln, Laub und kleine Unebenheiten verlangen unsere Aufmerksamkeit, besonders auf den steileren Abschnitten. Wir setzen unsere Schritte vorsichtig und genießen die ruhigeren Waldpassagen, während wir allmählich an Höhe verlieren und uns wieder dem Siedlungsgebiet nähern.

Bildtitel: Bodenrelief „Kopfsteinpflaster“ von Maria Magel

Bodenrelief "Kopfsteinpflaster"

Zum Abschluss begegnen wir mit dem "Kopfsteinpflaster" einem Kunstwerk der Tuttlinger Künstlerin Maria Magel. Die Arbeit gehört zu einer Werkgruppe, in der geformte Köpfe als einzelne Steine in eine begehbare Fläche eingebunden werden. Wer genauer hinsieht, entdeckt, dass die Steine nicht einfach gleichförmiges Pflaster bilden, sondern individuelle Gesichter zeigen. Dadurch wird der Boden selbst zum Kunstwerk: Wir gehen nicht nur darüber hinweg, sondern können die unterschiedlichen Formen aus nächster Nähe betrachten. Damit endet unsere Wanderung mit einem ungewöhnlichen Wechsel von Naturerlebnis zu Kunst im öffentlichen Raum.

Diese Tour wurde am 29.11.2025 von einer realen Person erwandert, fotografiert und beschrieben. Die GPS-Daten der Fotos wurden vor Ort erfasst und dienten zur exakten Rekonstruktion der Route.

Tourensteckbrief

Entspannt wandern → mit Deutschlandticket erreichbar

📅🚄Zur Bahnauskunft

Tuttlingen ist gut mit der Bahn erreichbar. Der Ringzug RB43 verkehrt stündlich zwischen Donaueschingen und Immendingen und verbindet dabei unter anderem die Bahnhöfe Tuttlingen und Donaueschingen. Über weitere Anschlüsse gelangen wir auch aus Richtung Rottweil und Villingen-Schwenningen bequem zum Ausgangspunkt unserer Wanderung.

GPS-Wanderkarte

Interaktive Karte mit allen Wanderwegen, Sehenswürdigkeiten und wichtigen Standorten der Region. Die Karte ist zoombar, verschiebbar und enthält Marker mit weiteren Informationen zu den einzelnen Orten. Zudem kann sie mit dem GPS des Handys verbunden werden, um in Echtzeit anzuzeigen, an welcher Stelle des Wanderwegs man sich gerade befindet. Dies funktioniert auch Offline, wenn sich die Karte noch im Browsercache befindet.

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Höhenprofil der Wanderung

Das interaktive Diagramm zeigt die Höhenmeter entlang des Wanderwegs. Durch Verschieben des blauen Pfeils wird die zugehörige Höhenlage auf der Karte über einen roten Pfeil angezeigt.

🎥 Wanderung in den nördlichen Wald von Tuttlingen

Entdecke abwechslungsreiche Natur bei Tuttlingen: junge Donau, historisches Flurkreuz, markante Karstformen und kunstvolle Holzskulpturen am Wegesrand.