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Bildtitel: Silberpappelwald in der Auenlandschaft

Silberpappelwald in der Auenlandschaft

Grenznahe Flusslandschaft mit Auwäldern, Wildpfaden, Altrheinarmen und Holzstegen - ursprüngliche Naturerlebnisse im Rheinauen-Gebiet.
Wir beginnen unsere Wanderung in Marlen und folgen den Wegen hinaus in die weitläufige Auenlandschaft am Rhein. Schon nach kurzer Zeit tauchen wir in einen Auenwald aus Silber- und Schwarzpappeln ein, die diese Landschaft prägen. Pappeln sind hervorragend an die feuchten Bedingungen der Rheinaue angepasst. Ihre weit verzweigten Wurzeln reichen bis in die wasserführenden Bodenschichten und versorgen die schnell wachsenden Bäume auch in trockeneren Zeiten zuverlässig mit Feuchtigkeit. Daher finden wir sie bevorzugt an Altrheinarmen, Flutrinnen und in regelmäßig überfluteten Auenbereichen.

Bildtitel: Der Altrhein bei Goldscheuer

Der Altrhein bei Goldscheuer

Unser Weg führt uns weiter zu einem ruhigen Abschnitt des Altrheins bei Goldscheuer. Das langsam fließende Wasser bildet einen starken Kontrast zum regulierten Hauptstrom des Rheins. Entlang der Ufer wechseln sich Schilfflächen, Weiden und stille Buchten ab, die zahlreichen Tierarten als Rückzugsraum dienen. Immer wieder eröffnen sich schöne Ausblicke auf die verzweigten Wasserläufe, die den ursprünglichen Charakter der Rheinaue bis heute bewahren.

Bildtitel: parasitäre Misteln auf Schwarzpappel

Parasitische Misteln auf Schwarzpappeln

Auf unserem weiteren Weg fallen zahlreiche Misteln auf, die hoch in den Kronen alter Schwarzpappeln wachsen. Die kugelförmigen Pflanzen sitzen wie grüne Nester zwischen den Ästen und sind besonders in der laubfreien Jahreszeit gut sichtbar. Sie nutzen ihre Wirtsbäume zur Wasser- und Nährstoffversorgung und prägen vielerorts das Erscheinungsbild der Auenwälder. Die dichten Mistelbüsche dienen zahlreichen Vogelarten als geschützter Nistplatz und Rückzugsraum. Besonders Amseln, Singdrosseln und Misteldrosseln nutzen die verzweigten Strukturen als Brutplatz oder Deckung. Zudem stellen die weißen Mistelbeeren im Winter eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel wie die Misteldrossel dar, die sogar maßgeblich zur Verbreitung der Pflanze beiträgt, indem sie die Samen über ihren Kot auf weitere Bäume überträgt.

Bildtitel: markanter, knarziger Baumstumpf (Auen-Wildnispfad)

Altenheimer Auen-Wildnispfad

Anschließend erreichen wir den Altenheimer Auen-Wildnispfad. Der naturbelassene Weg führt mitten durch eine der ursprünglichsten Flusslandschaften der Region. Statt breiter Wanderwege erwarten uns schmale Pfade, Wurzelpassagen und naturnahe Waldabschnitte. Informationstafeln am Beginn der Strecke vermitteln interessante Einblicke in die Entwicklung der Rheinauen und zeigen, wie dynamisch sich diese Lebensräume ständig verändern. Da der Pfad innerhalb des Hochwasserrückhalteraumes Polder Altenheim liegt, ist seine Begehbarkeit nicht dauerhaft gegeben. Ein Ampelsystem an Pegellatten sowie aktuelle Abfluss- und Wasserstandsprognosen entscheiden darüber, ob der Weg vollständig begehbar, nur eingeschränkt passierbar oder gesperrt ist. Auch ohne sichtbares Hochwasser kann der Pfad bei steigenden Pegeln kurzfristig geschlossen werden.

Bildtitel: Aussichtsplattform (Auen-Wildnispfad)

Aussichtsplattform am Auen-Wildnispfad

Ein besonderer Höhepunkt erwartet uns an der Aussichtsplattform des Wildnispfades. Von hier blicken wir über die Baumkronen hinweg auf die weitläufigen Auenflächen, Wasserarme und Waldgebiete. Die erhöhte Perspektive macht die Dimension dieser Landschaft besonders deutlich. Je nach Jahreszeit lassen sich Wasservögel, Greifvögel oder ziehende Vogelarten beobachten, die die Rheinauen als wichtigen Lebensraum nutzen.

Bildtitel: umgestürzter Baum (Auen-Wildnispfad)

Umgestürzte Bäume und Holzstege

Immer wieder führt uns der Weg durch besonders ursprüngliche Abschnitte des nahezu urwaldartig wirkenden Wildnispfades. Umgestürzte Bäume bleiben hier bewusst liegen und zeigen, wie sich die Natur ohne größere Eingriffe frei entwickeln kann. In manchen Passagen müssen wir unter querliegenden Stämmen hindurchkriechen oder uns vorsichtig vorbeibewegen, was den wilden Charakter dieser Abschnitte unterstreicht. Mehrere Holzstege helfen dabei, feuchte Senken, Rinnen und kleinere Wasserläufe sicher zu überqueren. Zwischen Totholz, jungen Trieben und dichtem Auenwald erleben wir noch einmal die ganze Dynamik dieser Flusslandschaft.

Diese Tour wurde am 11.06.2026 von einer realen Person erwandert, fotografiert und beschrieben. Die GPS-Daten der Fotos wurden vor Ort erfasst und dienten zur exakten Rekonstruktion der Route.

Tourensteckbrief

Entspannt wandern → mit Deutschlandticket erreichbar

📅🚄Zur Bahnauskunft

Marlen und Goldscheuer liegen an der Buslinie 301, die Kehl (Rathaus) im Stundentakt mit Offenburg (ZOB) verbindet.

Offenburg ist ein bedeutender Eisenbahnknoten an der Rheintalstrecke und bietet regelmäßige Verbindungen in Richtung Karlsruhe, Basel und Straßburg. Zusätzlich bestehen Anschlüsse an die Ortenau-S-Bahn sowie an regionale und überregionale Bahnlinien in den Schwarzwald und das Elsass.

GPS-Wanderkarte ON+Offline

Interaktive Karte mit allen Wanderwegen, Sehenswürdigkeiten und wichtigen Standorten der Region. Die Karte ist zoombar, verschiebbar und enthält Marker mit weiteren Informationen zu den einzelnen Orten. Zudem kann sie mit dem GPS des Handys verbunden werden, um in Echtzeit anzuzeigen, an welcher Stelle des Wanderwegs man sich gerade befindet. Dies funktioniert auch Offline, wenn sich die Karte noch im Browsercache befindet.

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Höhenprofil der Wanderung

Das interaktive Diagramm zeigt die Höhenmeter entlang des Wanderwegs. Durch Verschieben des blauen Pfeils wird die zugehörige Höhenlage auf der Karte über einen roten Pfeil angezeigt.

🎥 Wanderung durch die Rheinauen bei Marlen

Grenznahe Flusslandschaft mit Auwäldern, Wildpfaden, Altrheinarmen und Holzstegen – ursprüngliche Naturerlebnisse im Rheinauen-Gebiet.