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🪨Hammereisenbach➝ Kuckucksweiher➝ Linachtalsperre➝ Vöhrenbach

Bildtitel: katholische Pfarrkirche St. Johann in Hammereisenbach

Start in Hammereisenbach

Wanderung durch den Schwarzwald mit Schalensteinen, rätselhafter Felsgravur, Stausee und außergewöhnlicher Gewölbestaumauer.
Wir beginnen unsere Wanderung in Hammereisenbach und verlassen den Ort auf dem Weg neben der Kirche. Von dort steigen wir hinauf in Richtung Dobelweg. Kleine Geländewellen und schmale Waldwege begleiten unseren Anstieg. Hammereisenbach liegt am Eisenbach, der unterhalb des Ortes in die Breg mündet. Damit beginnt unsere Tour bereits in einem vom Wasser geprägten Talraum. Unser weiteres Ziel liegt nun mitten im Wald: die ungewöhnlichen Schalensteine am Kuckucksweiher.

Bildtitel: Schalenstein (auch Opferstein genannt) am Kuckucksweiher

Der Schalenstein am Kuckucksweiher

Am Forstweg Dobelweg stoßen wir rechterhand auf einen kleinen, unscheinbaren Wegweiser aus braunem Holz. Die Aufschrift "Kuckucksweiher" weist uns auf einen schmalen Pfad, der steil durch den Wald hinauf zu dem Felsen führt. Dort entdecken wir den großen Schalenstein, den die Einheimischen mit dem Namen Kuckucksweiher verbinden. In seiner Oberfläche befindet sich eine deutlich erkennbare, schalenförmige Vertiefung. Manche vermuten in dem Stein einen sogenannten Opferstein, eine eindeutige historische Erklärung für seine Entstehung oder Nutzung gibt es jedoch nicht. Auch die Inschrift auf dem Felsen führt uns nicht in eine weit zurückliegende Vergangenheit. Sie wurde erst deutlich später angebracht und gehört somit nicht zu den ursprünglichen Spuren am Stein.

Bildtitel: Petroglyphe mit horizontalen Querlinien

Die rätselhafte Felszeichnung

Nur wenige Schritte vom Schalenstein entfernt entdecken wir eine weitere ungewöhnliche Spur im Fels. Auf der Oberfläche sind mehrere gerade Linien eingraviert. Eine waagerechte Linie wird von vier weiteren Querlinien geschnitten, sodass sich ein Muster ergibt, das an die vereinfachte Form einer Tanne erinnert. Auf den ersten Blick könnte die Zeichnung sehr alt wirken und damit eine Verbindung zu den vorgeschichtlichen Spuren des Ortes nahelegen. Bei genauerer Betrachtung sollten wir diese Vermutung jedoch nicht zu weit führen. Auch diese Gravur scheint neueren Datums zu sein und gehört damit vermutlich nicht zu den historischen Spuren, die wir am Schalenstein vermuten könnten. Gerade dieser Gegensatz macht den Fund interessant: Neben einer möglicherweise sehr alten, bis heute nicht eindeutig erklärten Felsvertiefung befindet sich eine deutlich jüngere menschliche Bearbeitung des Gesteins. Über die ursprüngliche Bedeutung der Schalensteine lässt sich ohnehin nur vorsichtig sprechen. Solche Vertiefungen können natürlichen Ursprungs sein oder von Menschen geschaffen worden sein; eine keltische Nutzung wird bei einzelnen Schalensteinen diskutiert, ist aber für diesen Ort nicht eindeutig belegt. Wir lassen die Frage deshalb offen und setzen unseren Weg vom Kuckucksweiher in Richtung Linachtal fort.

Bildtitel: Staumauer Linachtalsperre bei Vöhrenbach

Die Linachtalsperre

Nach dem Kuckucksweiher setzen wir unsere Wanderung in Richtung Linachtal fort. Unser Weg führt weiter bergauf und bringt uns über den Höhenzug Auf der Streiche. Danach geht es auf der anderen Seite wieder bergab. Schließlich wird der Wald lichter und vor uns erscheint die Staumauer der Linachtalsperre. Je näher wir der Talsperre kommen, desto stärker bestimmt das Bauwerk das Tal. Die Staumauer wirkt dabei ganz anders als eine gewöhnliche Betonwand. Ihre Konstruktion ist in einzelne Abschnitte gegliedert, die bereits aus der Entfernung auffallen.

Bildtitel: Linachtalsperre mit Gewölbereihenstaumauer

Gewölbereihenstaumauer der Linachtalsperre

An der Staumauer angekommen, steht der technische Charakter der Wanderung im Mittelpunkt. Die Linachtalsperre besitzt eine Gewölbereihenstaumauer mit schräg liegender Wasserseite und gilt in dieser Bauweise als einzigartig in Deutschland. Die Konstruktion besteht aus dreizehn Gewölben, die durch senkrechte Wandscheiben und weitere Verstrebungen getragen werden. Wir können die Mauerkrone überqueren und dabei den Wechsel zwischen der ruhigen Wasserfläche auf der einen und der offenen Konstruktion auf der anderen Seite erleben. Besonders eindrucksvoll ist der Blick auf die einzelnen Bögen: Statt einer geschlossenen Wand sehen wir eine rhythmische Folge von Betongewölben. Das macht die Linachtalsperre zu einem ungewöhnlichen Ziel unserer Wanderung - Naturraum und Ingenieurbauwerk stehen hier unmittelbar nebeneinander.

Bildtitel: Fluss Breg in Vöhrenbach

Von der Linachtalsperre nach Vöhrenbach

Nun steht uns ein längerer Anstieg bevor, bei dem wir nochmals einige Höhenmeter überwinden. Nachdem wir die Linachtalsperre hinter uns gelassen haben, folgen wir zunächst dem weiteren Verlauf des Linachtals in Richtung Urach. Der Stausee liegt dabei noch unterhalb unseres Weges. Während wir weiter an Höhe gewinnen, verschwindet das Wasser allmählich hinter den Bäumen. Oben angekommen, beginnt der Weg wieder abwärts zu führen. Durch den Wald wandern wir schließlich hinunter nach Vöhrenbach an der Breg. Damit geht eine abwechslungsreiche Wanderung zu Ende.

Diese Tour wurde am 29.09.2026 von einer realen Person erwandert, fotografiert und beschrieben. Die GPS-Daten der Fotos wurden vor Ort erfasst und dienten zur exakten Rekonstruktion der Route.

Tourensteckbrief

Entspannt wandern → mit Deutschlandticket erreichbar

📅🚄Zur Bahnauskunft

Hammereisenbach erreichen wir am einfachsten von Donaueschingen aus. Die Buslinie 850 verbindet Donaueschingen mit Vöhrenbach und fährt auch am Wochenende. Für unsere Wanderung steigen wir an der Haltestelle Hammereisenbach-Dobelweg aus. Von dort können wir direkt zu unserem Ausgangspunkt weitergehen. Für die Rückfahrt wandern wir bis zum Busbahnhof in Vöhrenbach, von wo aus wir wieder mit dem Bus in Richtung Donaueschingen fahren.

GPS-Wanderkarte

Interaktive Karte mit allen Wanderwegen, Sehenswürdigkeiten und wichtigen Standorten der Region. Die Karte ist zoombar, verschiebbar und enthält Marker mit weiteren Informationen zu den einzelnen Orten. Zudem kann sie mit dem GPS des Handys verbunden werden, um in Echtzeit anzuzeigen, an welcher Stelle des Wanderwegs man sich gerade befindet. Dies funktioniert auch Offline, wenn sich die Karte noch im Browsercache befindet.

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Höhenprofil der Wanderung

Das interaktive Diagramm zeigt die Höhenmeter entlang des Wanderwegs. Durch Verschieben des blauen Pfeils wird die zugehörige Höhenlage auf der Karte über einen roten Pfeil angezeigt.

🎥 Wanderung zu den Schalensteinen und zur Linachtalsperre

Wanderung durch den Schwarzwald mit Schalensteinen, rätselhafter Felsgravur, Stausee und außergewöhnlicher Gewölbestaumauer.