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🌋Immendingen➝ Höweneggkratersee➝ Donauversickerung

Bildtitel: Immendinger Wasserfälle

Immendinger Wasserfälle

Panoramareiche Wanderung zu Wasserfällen, Kratersee und mystischer Flussversickerung. Naturpfade, Aussichten und Karstphänomene prägen diese Tour. Wir beginnen unsere Rundwanderung am Bahnhof von Immendingen und folgen zunächst der Schwarzwaldstraße bis zum Kreisverkehr. Dort biegen wir rechts ab und halten uns in Richtung Donau. Schon nach kurzer Zeit erreichen wir die Immendinger Wasserfälle. Hier stürzt das Wasser über mehrere flache, aber breit gestufte Felsbänke hinab und bildet ein lebendiges Naturschauspiel. Wir bleiben einen Moment stehen und beobachten, wie die Donau in mehreren Kaskaden über das Gestein gleitet. Besonders nach regenreichen Tagen zeigt sich dieser Ort von seiner eindrucksvollsten Seite. Das stetige Rauschen des Wassers begleitet uns noch eine Weile, bevor wir unseren Weg flussabwärts fortsetzen.

Bildtitel: Hattingen Bahnhof

Hattingen Bahnhof

Unser Weg führt uns weiter durch den Wald bergauf, bis wir entlang der Bahngleise den kleinen Weiler Hattingen Bahnhof erreichen. Hier liegen mehrere Häuser und der ehemalige Bahnhof Hattingen (Baden), der heute nicht mehr in Betrieb ist. Das Gebäude wirkt ruhig und beinahe vergessen, eingebettet zwischen Gleisen, Wiesen und Waldrändern. Gerade diese stille Atmosphäre verleiht dem Ort einen besonderen Reiz. Wir folgen dem Weg ein Stück geradeaus am Wildgehege entlang, bevor wir schließlich rechts abbiegen und die Bahnlinie hinter uns lassen.

Bildtitel: Rastplatz für Wanderer

Rastplatz für Wanderer

Kurz darauf stoßen wir auf einen liebevoll angelegten Rastplatz am Waldrand. Holzbänke und ein Tisch laden dazu ein, kurz innezuhalten und die Umgebung auf sich wirken zu lassen. Bei klarer Sicht reicht der Blick von hier sogar bis zu den Alpen; ansonsten schweift er über die sanft gewellte Landschaft des Hegaus mit ihren bewaldeten Höhenzügen. Wir nutzen die Gelegenheit für eine kleine Pause, bevor der Weg allmählich wieder ansteigt. Die ruhige Lage und die offene Aussicht machen diesen Platz zu einem idealen Zwischenstopp, um neue Energie für die nächsten Kilometer zu sammeln.

Bildtitel: Doline Michelsloch

Doline Michelsloch

Wenig später erreichen wir das Michelsloch, eine eindrucksvolle Doline, die tief in den Boden eingesunken ist. Dieses Naturphänomen entstand durch Auswaschungen im Kalkgestein, bei denen unterirdische Hohlräume einbrechen und eine trichterförmige Senke hinterlassen. Wir treten vorsichtig näher an den Rand und blicken in die Tiefe. Das Michelsloch wirkt wie ein Fenster in die verborgene Welt unter unseren Füßen und erinnert daran, wie stark Wasser die Landschaft über lange Zeiträume formen kann.

Bildtitel: vulkanischer Kratersee Höwenegg

Kratersee Höwenegg

Unser Weg führt nun weiter hinauf zum Höwenegg, einem der markantesten Vulkanberge des Hegaus. Im Inneren des ehemaligen Vulkankraters liegt heute der geheimnisvolle Höweneggkratersee. Der See wirkt abgeschieden und fast verborgen zwischen den steilen Kraterhängen. Wir genießen den ungewöhnlichen Blick in diese geologische Formation, die an die vulkanische Vergangenheit der Region erinnert. Interessanterweise ist der heutige See streng genommen kein ursprünglicher Kratersee: Er entstand erst durch den Basaltabbau im 20. Jahrhundert, als sich der ehemalige Steinbruch allmählich mit Wasser füllte. In den Sedimenten des früheren Vulkansees wurden zudem bedeutende Fossilien gefunden - darunter Überreste von Urpferden, Nashörnern und Antilopen, die auf ein subtropisches Klima vor rund zehn Millionen Jahren hinweisen.

Bildtitel: Infotafel - Donauversickerung

Donauversickerung

Zum Abschluss unserer Wanderung erreichen wir die weniger bekannte Donauversickerung bei der Ziegelhütte. Hier verschwindet ein Teil des Wassers der Donau im porösen Kalkgestein und setzt seinen Weg unterirdisch fort. Besonders in trockenen Zeiten kann der Fluss hier streckenweise sogar vollständig versickern. Ein Teil des Wassers taucht später im rund zwölf Kilometer entfernten Aachtopf wieder auf - der größten Karstquelle Deutschlands. Dieses geologische Schauspiel macht deutlich, dass selbst große Flüsse nicht immer sichtbar bleiben. Mit diesem faszinierenden Naturphänomen endet unsere Wanderung - ein eindrucksvoller Abschluss einer Tour voller besonderer Landschaftsformen.

Diese Tour wurde am 05.03.2026 von einer realen Person erwandert, fotografiert und beschrieben. Die GPS-Daten der Fotos wurden vor Ort erfasst und dienten zur exakten Rekonstruktion der Route.

Tourensteckbrief

Entspannt wandern → mit Deutschlandticket erreichbar

📅🚄Zur Bahnauskunft

Immendingen liegt an der Bahnstrecke zwischen Karlsruhe und Konstanz. Auf dieser Verbindung verkehrt regelmäßig die Schwarzwaldbahn im Stundentakt.
Zusätzlich wird der Bahnhof von den Zügen des Ringzug bedient, die eine Verbindung nach Tuttlingen und Rottweil herstellen.
Darüber hinaus hält hier auch die Regionalbahnlinie RE55, die zwischen Ulm (über Herrlingen) und Donaueschingen verkehrt.

GPS-Wanderkarte ON+Offline

Interaktive Karte mit allen Wanderwegen, Sehenswürdigkeiten und wichtigen Standorten der Region. Die Karte ist zoombar, verschiebbar und enthält Marker mit weiteren Informationen zu den einzelnen Orten. Zudem kann sie mit dem GPS des Handys verbunden werden, um in Echtzeit anzuzeigen, an welcher Stelle des Wanderwegs man sich gerade befindet. Dies funktioniert auch Offline, wenn sich die Karte noch im Browsercache befindet.

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Höhenprofil der Wanderung

Das interaktive Diagramm zeigt die Höhenmeter entlang des Wanderwegs. Durch Verschieben des blauen Pfeils wird die zugehörige Höhenlage auf der Karte über einen roten Pfeil angezeigt.