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Bildtitel: Neustädter Münster

Neustädter Münster

Historische Kirchen, alte Bauernhöfe und das sagenumwobene Gasthaus Ahorn: Eine Wanderung über die Schwarzwaldhochfläche mit weitem Ausblick.
Wir beginnen unsere Wanderung am Bahnhof von Neustadt und orientieren uns zunächst am markanten Münster St. Jakobus. Der 68 Meter hohe Turm aus rotem Buntsandstein überragt die Innenstadt und ist schon von weitem ein auffälliger Orientierungspunkt. Das heutige Münster entstand Ende des 19. Jahrhunderts und wurde 1897 fertiggestellt. Von hier aus verlassen wir die Stadt. Unser Ziel liegt deutlich höher als Neustadt. Der Anstieg zum Fehren führt uns damit Schritt für Schritt aus dem Tal hinauf auf die Schwarzwaldhochfläche.

Bildtitel: Auf dem Fehren 1064 m ü. NHN

Auf dem Fehren

Wir steigen weiter bergauf und erreichen schließlich den Fehren auf 1064 Metern Höhe. Der Gipfel wirkt dabei weniger wie ein spektakulärer Berggipfel als wie eine sanfte Erhebung innerhalb der weitläufigen Schwarzwaldlandschaft. Mit dem Erreichen des Fehren haben wir einen großen Teil des Anstiegs geschafft. Nun verändert sich auch der Charakter unserer Wanderung. Statt weiter Höhe zu gewinnen, bewegen wir uns zunehmend über die Hochfläche in Richtung Schwärzenbach.

Bildtitel: beim Heselhof

Schwärzenbach

Je näher wir Schwärzenbach kommen, desto stärker prägen die verstreut liegenden Schwarzwaldhöfe das Bild. Anders als in einem dicht bebauten Dorf stehen die Häuser hier weit voneinander entfernt zwischen Wiesen und Wald. Diese für den Hochschwarzwald typische Streusiedlung reicht über eine große Fläche und liegt auf rund 1039 Metern Höhe. Schon im Mittelalter taucht Schwärzenbach in historischen Quellen auf. Die Stadtgeschichte von Titisee-Neustadt nennt den Ort bereits im Zusammenhang mit einer Urkunde von 1316.

Bildtitel: das historische Gasthaus Ahorn in Schwärzenbach

Gasthaus Ahorn

Zu Schwärzenbach gehört auch der mehrere hundert Jahre alte Ahornhof mit seinem historischen Gasthaus. Eine Sage erzählt von einem Bauern, der als Hexenmeister angeklagt und hingerichtet worden sein soll. Vor seinem Tod habe er seine Unschuld mit den Worten bekundet, dass bei seinem Haus zum Zeichen dafür ein großer Ahornbaum wachsen werde. Tatsächlich sei danach ein mächtiger Baum entstanden, weshalb die Höfe der Umgebung fortan als "Ahornhäuser" bezeichnet wurden. Kurios ist jedoch, dass der alte Baum am Gasthaus gar kein Ahorn, sondern eine Esche ist. Beim Betreten des Gasthauses ist die lange Geschichte des Hofes noch spürbar. Die Gaststube ist urig eingerichtet, ein alter Kachelofen prägt den Raum.

Bildtitel: Aussicht von der Hochebene

Aussicht von der Hochebene

Hinter Schwärzenbach erleben wir die besondere Weite dieser Hochfläche. Bei geeigneter Sicht reicht der Blick weit über die umliegenden Schwarzwaldhöhen. Vom Bereich um Schwärzenbach werden sogar die Alpen als fernes Panorama beschrieben. Für uns ist dieser Abschnitt vor allem ein Wechselspiel zwischen Nähe und Ferne: Im Vordergrund liegen die typischen Wiesen und Höfe der Hochfläche, während sich dahinter eine weit größere Landschaft öffnet. Anschließend führt uns der Weg weiter in Richtung Eisenbach.

Bildtitel: historische Russenkreuz auf der Hochebene bei Schwärzenbach

Das Russenkreuz

Auf der Hochfläche stoßen wir schließlich auf das Russenkreuz, ein unscheinbares Wegkreuz mit einer bemerkenswerten Geschichte. Die Bezeichnung erinnert an russische Soldaten, die während der Befreiungskriege gegen Napoleon durch diese Gegend kamen. Russenkreuze werden mit russischen Soldaten in Verbindung gebracht, die während des Durchzugs erkrankten und starben. Als Todesursachen werden insbesondere Seuchen wie Ruhr, Typhus und Pocken genannt. Die Verstorbenen wurden außerhalb der örtlichen Friedhöfe beigesetzt, da sie orthodoxen Glaubens waren. Wir verlassen diesen stillen Erinnerungsort und setzen unsere Wanderung über die Hochfläche in Richtung Eisenbach fort.

Diese Tour wurde am 18.09.2026 von einer realen Person erwandert, fotografiert und beschrieben. Die GPS-Daten der Fotos wurden vor Ort erfasst und dienten zur exakten Rekonstruktion der Route.

Tourensteckbrief

Entspannt wandern → mit Deutschlandticket erreichbar

📅🚄Zur Bahnauskunft

Die Buslinie 310 verbindet Neustadt mit Eisenbach und fährt dabei über Friedenweiler, Kleineisenbach, Bubenbach und Oberbränd. Die Strecke ist als Rundkurs angelegt: Von Neustadt führt die Fahrt zunächst über Eisenbach nach Bubenbach und Oberbränd und anschließend über Eisenbach Höchst und Friedenweiler zurück nach Neustadt. Die Haltestelle Eisenbach, Dietsche liegt auf diesem Rundkurs und wird regelmäßig bedient.

GPS-Wanderkarte

Interaktive Karte mit allen Wanderwegen, Sehenswürdigkeiten und wichtigen Standorten der Region. Die Karte ist zoombar, verschiebbar und enthält Marker mit weiteren Informationen zu den einzelnen Orten. Zudem kann sie mit dem GPS des Handys verbunden werden, um in Echtzeit anzuzeigen, an welcher Stelle des Wanderwegs man sich gerade befindet. Dies funktioniert auch Offline, wenn sich die Karte noch im Browsercache befindet.

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Höhenprofil der Wanderung

Das interaktive Diagramm zeigt die Höhenmeter entlang des Wanderwegs. Durch Verschieben des blauen Pfeils wird die zugehörige Höhenlage auf der Karte über einen roten Pfeil angezeigt.

🎥 Wanderung nach Eisenbach vorbei am Gasthaus Ahorn

Historische Kirchen, alte Bauernhöfe und das sagenumwobene Gasthaus Ahorn: Eine abwechslungsreiche Wanderung über die Schwarzwaldhochfläche mit weitem Ausblick.