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🌲Triberg➝ Geutsche➝ Prisen➝ Prisenhäusle

Bildtitel: Wegkreuz beim Nußhurtweg

Wegkreuz beim Nußhurtweg

Wanderung durch stille Wälder, historischen Plätzen und aussichtsreichen Höhenzügen mit eindrucksvollen Einblicken in Natur und Geschichte. Wir starten unsere Wanderung in Triberg im Schwarzwald und verlassen den Ort, indem wir kurz vor dem Eingang der Triberger Wasserfälle links abbiegen. Vorbei an der Asklepios Klinik Triberg führt uns der Weg durch den Wald hinauf zur Geutsche in Richtung Nußhurt. Nachdem wir die ersten Höhenmeter hinter uns gebracht haben, erreichen wir auf einer flacheren Passage bald ein Wegkreuz mit gekreuzigter Jesusfigur, das am Rand des Pfades steht und mit einer Bank zum Verweilen einlädt. Wir halten unsere Richtung bei und folgen dem sanft ansteigenden Weg weiter zur nahegelegenen Nußhurtkapelle.

Bildtitel: Nußhurtkapelle

Nußhurtkapelle

Die Nußhurtkapelle, wirkt zurückhaltend, fügt sich jedoch stimmig in die Landschaft ein. Sie wurde bereits im Jahr 1884 errichtet und ist ein kleiner, massiver Steinbau mit schlichtem Dach und einem schmalen Glockenturm, der bis heute liebevoll gepflegt wird. Von hier aus eröffnet sich uns ein erster Blick auf die umliegenden Höhenzüge des Schwarzwalds, denn die Kapelle liegt auf rund 945 Metern Höhe nahe den Gipfeln von Heidenstein und Mosenberg. Wir legen eine kurze Pause ein und genießen die stille Atmosphäre dieses Ortes, der eingebettet in Wanderwege und weite Schwarzwaldlandschaften eine besondere Ruhe ausstrahlt.

Bildtitel: bronzezeitlichen Kultplatz

Bronzezeitliche Steinhügelgräber

Wir setzen unsere Wanderung fort und erreichen eine kleine Lichtung, auf der eine Infotafel mit dem Titel "Kultplatz Zehntablösung" aufgestellt ist. Sie weist auf bronzezeitliche Steinhügelgräber hin, die in dieser Region zu den wenigen sichtbaren Zeugnissen vorgeschichtlicher Besiedlung zählen. Solche Grabhügel stammen aus einer Zeit zwischen etwa 1700 und 1400 v. Chr. und geben einen seltenen Einblick in frühe Bestattungsrituale und Siedlungsstrukturen im Schwarzwald. Wir gehen langsam durch dieses Areal. Dabei wird uns bewusst, dass hier bereits vor über 3.000 Jahren Menschen ihre Spuren hinterlassen haben - ein stiller Ort, an dem Natur und sehr frühe Geschichte unmittelbar aufeinandertreffen.

Bildtitel: Prisenkapelle am Clausenhof

Prisenkapelle und Clausenhof

Weiter führt uns der Weg in den kleinen Weiler Prisen, der sich ruhig und abgeschieden im oberen Prisental erstreckt und bis heute landwirtschaftlich geprägt ist. Hier stoßen wir auf die Prisenkapelle sowie den nahegelegenen Clausenhof. Die Kapelle wurde im Jahr 1890 erbaut und ist dem Heiligen Antonius geweiht - sie geht auf ein persönliches Gelübde ihres Erbauers zurück, was ihr eine besondere Geschichte verleiht. Der Clausenhof fügt sich harmonisch in die offene Landschaft ein und unterstreicht den ursprünglichen Charakter dieses abgelegenen Ortsteils. Während wir durch Prisen gehen, wirkt die Umgebung still und zeitlos - ein Ort, an dem sich bäuerliche Tradition und ruhige Natur auf besondere Weise verbinden.

Bildtitel: Qualitätsweg Prisental

Qualitätsweg Prisental

Wir folgen nun dem Verlauf des Prisental, der als Qualitätsweg ausgezeichnet ist. Der Pfad schlängelt sich durch abwechslungsreiche Wald- und Wiesenbereiche und bietet immer wieder neue Eindrücke. Mal führt er uns durch dichte Baumabschnitte, mal öffnet sich die Landschaft für kurze Ausblicke. Die Strecke bleibt angenehm zu gehen und abwechslungsreich zugleich.

Bildtitel: traditionellen Holzhaus im Prisental

Traditionelles Holzhaus Prisenhäusle

Nach einem längeren, gleichmäßigen Abstieg durch den Wald erreichen wir das Prisenhäusle. Das traditionelle Holzhaus liegt ruhig in der Landschaft und vermittelt ein authentisches Bild der typischen Schwarzwälder Bauweise. Wir legen hier eine kurze Pause ein und lassen die Eindrücke unserer Wanderung noch einmal auf uns wirken, während Wiesen, Wälder und sanfte Höhenzüge die besondere Stille dieses Ortes unterstreichen. Anschließend setzen wir unseren Weg fort, der nun überwiegend bergab verläuft. Zunächst bleiben wir im Wald, bevor wir diesen in der Nähe der Jugendherberge Triberg verlassen. Von dort folgen wir der Rohrbacherstraße zurück nach Triberg, wo wir am Rathaus die Rückfahrt antreten und schließlich den Bahnhof erreichen.

Diese Tour wurde am 05.04.2026 von einer realen Person erwandert, fotografiert und beschrieben. Die GPS-Daten der Fotos wurden vor Ort erfasst und dienten zur exakten Rekonstruktion der Route.

Tourensteckbrief

Entspannt wandern → mit Deutschlandticket erreichbar

📅🚄Zur Bahnauskunft

Triberg hat eine gute Zuganbindung über die Schwarzwaldbahnstrecke Karlsruhe - Konstanz. Direkte Züge verbinden Triberg stündlich mit Städten wie Offenburg und Konstanz. Mit dem Bus: Es gibt mehrere Buslinien, die Triberg mit umliegenden Orten wie Schonach, Furtwangen und St. Georgen verbinden.

GPS-Wanderkarte ON+Offline

Interaktive Karte mit allen Wanderwegen, Sehenswürdigkeiten und wichtigen Standorten der Region. Die Karte ist zoombar, verschiebbar und enthält Marker mit weiteren Informationen zu den einzelnen Orten. Zudem kann sie mit dem GPS des Handys verbunden werden, um in Echtzeit anzuzeigen, an welcher Stelle des Wanderwegs man sich gerade befindet. Dies funktioniert auch Offline, wenn sich die Karte noch im Browsercache befindet.

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Höhenprofil der Wanderung

Das interaktive Diagramm zeigt die Höhenmeter entlang des Wanderwegs. Durch Verschieben des blauen Pfeils wird die zugehörige Höhenlage auf der Karte über einen roten Pfeil angezeigt.