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👨‍🎓Tübingen➝ Alter Friedhof➝ Schloss Tübingen➝ Seufzerwäldchen

Bildtitel: Alter Friedhof Tübingen

Alter Friedhof Tübingen

Historischer Rundgang mit Schlossblick, stillen Gedenkorten, archäologischen Spuren und lebendiger Altstadt - abwechslungsreiche Wege durch Kultur und Stadtlandschaft. Wir beginnen unsere Tour am Bahnhof Tübingen, überqueren die Eberhardsbrücke und wandern die Mühlstraße hinauf. Am Lustnauer Tor folgen wir der Wilhelmstraße über den Geschwister-Scholl-Platz zum Alten Friedhof, einem stillen Ort mitten in der Stadt. Der Friedhof zählt zu den ältesten Begräbnisstätten Tübingens und ist heute Teil des kulturhistorischen Erbes der Stadt, auf dem zahlreiche Grabsteine aus dem 19. Jahrhundert stehen und an frühere Generationen erinnern. Der Friedhof erzählt von vergangenen Zeiten und bildet einen nachdenklichen Auftakt unserer Route. Schon hier spüren wir den Kontrast zwischen urbanem Leben und stiller Geschichte.

Bildtitel: Klinik für Gemütskranke

Klinik für Gemütskranke

Der Weg führt uns weiter bergauf und verbindet wenige hundert Meter weiter das ehemalige Areal der Klinik für Gemütskranke. Hier wurde ab dem späten 19. Jahrhundert eine psychiatrische Abteilung errichtet, die nicht in abgelegener Isolation stand, sondern bewusst in die Stadtgesellschaft eingebunden wurde. Wir passieren das Gelände mit Respekt und machen uns bewusst, welche Rolle dieser Ort einst für die Entwicklung der medizinischen Versorgung spielte. Heute wird das Areal weiterhin vom Universitätsklinikum genutzt und dient unterschiedlichen medizinischen und wissenschaftlichen Einrichtungen - ein Ort, an dem Geschichte nicht abgeschlossen ist, sondern weiterlebt.

Bildtitel: Burgtor des Schloss Hohentübingen in Tübingen

Schloss Hohentübingen

Der Anstieg endet am Schloss Hohentübingen, das hoch über der Stadt thront und auf einem steilen Bergsporn an der Spitze des Schlossbergs liegt. Die Anlage geht auf eine mittelalterliche Burg zurück, die im 16. Jahrhundert zu einem repräsentativen Renaissancebau ausgebaut wurde. Heute gehört das Schloss zur Universität Tübingen und beherbergt mehrere bedeutende Sammlungen - unter anderem archäologische, ethnologische und kulturhistorische Exponate, die weit in die Menschheitsgeschichte zurückreichen. Dadurch verbindet der Ort Geschichte, Wissenschaft und Landschaft auf besondere Weise. Wir betreten den Innenhof und genießen den weiten Blick über die Dächer Tübingens und das Neckartal, bevor wir uns wieder auf den Weg machen.

Bildtitel: Bronzeskulptur eines Wildpferds

Bronzeskulptur eines Wildpferds

Im Umfeld des Schlosses stoßen wir auf die Bronzeskulptur eines steinzeitlichen Wildpferds - eine künstlerische Hommage an eines der ältesten Zeugnisse menschlicher Kreativität. Das Original einer solchen Figur, das sogenannte "Vogelherdpferdchen", wurde 1931 in der Vogelherdhöhle im Lonetal gefunden und gehört zu den frühesten bekannten Kunstwerken der Menschheit. Diese Miniatur aus Mammutelfenbein ist rund 40 000 Jahre alt und zählt zu den herausragenden Exponaten der Sammlung "Alte Kulturen" im Museum der Universität Tübingen auf Schloss Hohentübingen.

Bildtitel: Gasse in der historischen Altstadt von Tübingen

Historische Altstadt von Tübingen

Vom Schloss aus führt uns der Weg hinab in die historische Altstadt. Wir schlendern durch enge Gassen, vorbei am Marktplatz und dem historischen Rathaus in Richtung Holzmarkt. Viele der Fachwerkhäuser stammen aus dem 15. und 16. Jahrhundert und prägen bis heute das geschlossene mittelalterliche Stadtbild. Das lebendige Treiben steht im spannenden Gegensatz zu den ruhigen Abschnitten zuvor. Cafés, Läden und Straßenszenen verleihen diesem Teil der Wanderung eine besondere Dynamik und zeigen Tübingen von seiner lebhaften Seite.

Bildtitel: Stiftskirche St. Georg in Tübingen

Stiftskirche St. Georg in Tübingen

Am Holzmarkt passieren wir die Stiftskirche St. Georg und treten auf ihren Vorplatz. Der markante Turm ragt hoch über die Dächer der Altstadt hinaus und prägt das Stadtbild seit Jahrhunderten. Die spätgotische Kirche ist nicht nur architektonisch bedeutend, auch ihr Turm kann zu bestimmten Zeiten bestiegen werden: Zwischen Ostern und Erntedankfest ist er bei gutem Wetter an ausgewählten Wochenenden und in den Sommerferien geöffnet und bietet einen weiten Blick über Tübingen, das Neckartal und die umliegende Landschaft. Anschließend führt uns der Weg wieder über die Eberhardsbrücke, durch die schattige Platanenallee und den Anlagenpark mit seinem See zurück zum Bahnhof Tübingen - ein stimmiger Abschluss unserer Stadttour.

Diese Tour wurde am 20.12.2025 von einer realen Person erwandert, fotografiert und beschrieben. Die GPS-Daten der Fotos wurden vor Ort erfasst und dienten zur exakten Rekonstruktion der Route.

Tourensteckbrief

Entspannt wandern → mit Deutschlandticket erreichbar

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Der Tübinger Hauptbahnhof ist gut an das regionale und überregionale Bahnnetz angebunden. Von dort aus starten zahlreiche Züge in Richtung Stuttgart, Reutlingen, Balingen, Herrenberg und andere Städte.

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GPS-Wanderkarte ON+Offline

Interaktive Karte mit allen Wanderwegen, Sehenswürdigkeiten und wichtigen Standorten der Region. Die Karte ist zoombar, verschiebbar und enthält Marker mit weiteren Informationen zu den einzelnen Orten. Zudem kann sie mit dem GPS des Handys verbunden werden, um in Echtzeit anzuzeigen, an welcher Stelle des Wanderwegs man sich gerade befindet. Dies funktioniert auch Offline, wenn sich die Karte noch im Browsercache befindet.

Höhenprofil der Wanderung

Das interaktive Diagramm zeigt die Höhenmeter entlang des Wanderwegs. Durch Verschieben des blauen Pfeils wird die zugehörige Höhenlage auf der Karte über einen roten Pfeil angezeigt.